Es war einmal...  so beginnen ja die meisten Märchen. 

 

Ich glaube fest an die Aussage von Hans Christian Andersen: "Das Leben eines jeden Menschen, ist ein von Gotteshand geschriebenes Märchen!"

Mein Leben liest sich fast wie ein schönes Märchen, aber es ist noch mehr ein einzigartiges Kabarett, mit viel Humor, Witz und Schmäh. Darum habe ich es mir zur Lebensaufgabe gemacht, die Menschen glücklich zu machen, sie zu unterhalten und wenn es geht, sie fröhlich zu stimmen und die Menschen zum Lachen zu bringen. 

Mein Vater wurde aufgrund seines außerordentlichen Talent ein Jodlerkönig und meine Mutter war eine Brettlerin (Volksschauspielerin) die ganz genau wußte, wie man sich selbst am besten inszeniert. Dieses Talent gab sie an mich weiter. Beim Jodeln hat es nur dazu gereicht, dass ich Tiroler Meister im Vorgeburtsjodeln war. 

Die ersten 3 Jahre nach meiner Geburt verbrachte ich tatsächlich in einem Stall. Meine Eltern waren beide aus einem guten Elternhaus, allerdings durch den Krieg waren diese total verarmt. Knappp vor meiner Geburt bauten meine Eltern trotz aller Widrigkeiten einen Stall zur Wohnung um. Sie besaßen nicht einmal ein Kaffeelöfferl. Ihre  Liebe zueinander war so stark, dass sie es schafften uns eine schöne und glückliche, unbeschwerte und vor allem freie Kindheit zu verschaffen.

Dieser Stall befand sich am Fuße der Hohen Munde*  in Moos (Weiler von Telfs) hinter einem  Bauernhaus, daneben war ein Plumpsklo und davor war der Brunnen. Dieser Brunnen war im Winter meist eingefroren. Anschließend  zogen wir ins Erdgeschoss des Bauernhaus. Das wichtigste noch einmal, ich hatte eine glückliche, zufriedene und freie Kindheit. 

Meine kindliche Idylle am Fuße der Hohen Munde, teilte ich mit großen und kleinen Tieren. Oft war ich allein im Wald unterwegs. Dann durfte ich schon sehr früh im Dorf (einige km entfernt) Besorgungen für meine Mama machen. Für sie war ich schon damals der allerbeste Organisator der Welt. Jeden der es hören oder auch nicht hören wollte, erzählte sie: "Mei Bua, der, der kann, der kann alles organisieren und der kann wirklich a jeden zum Lachen bringen!". Es war sicher ihr Vertrauen in mich, dass ich es liebe, lachend durchs Leben zu gehen und es über alles andere liebe, Menschen zum Lachen zu bringen.

Schon als Kind konnte ich durch mein sonniges Gemüt, aber auch durch meinen Schabernack, jeden in meiner Umgebung mit meinem Lachen und meinem sonnigen Gemüt mit Fröhlichkeit anstecken. Übrigens dazu braucht niemand ein Lachseminar machen, bei mir geht das bedeutend günstiger und vielleicht bekommst Du auch noch ein "Obstler-Stamperl fürs Wamperl!" :-))

Was bei der Geburt und danach dann alles noch passierte erfährst Du jetzt :-)) im Telegrammstil, am Kabarettabend natürlich noch einiges dazu. Als mehrfacher Tiroler Meister in den verschiedensten Disziplinen, gibt es da einiges zu berichten.


 

Kurz vorm Fotografieren zuzelte i no im Stoll an der Kuahduttn! :-)) Übersetzung: Ich saugte im Stall am Euter einer Kuh!:-))

Von links nach rechts: I (Rolf Henri - gesprochen Rolforie kommt von Euphorie) und mei Bruader, der Alex (in der Mitte), rechts mei Schwester die Carmen und meine jüngste Schwester Veronika, ah ja, die sieht man noch nicht, die war ja noch nicht da. Ich war ein fröhliches Kind und hob immer schon gern glocht. Der Humor wurde mir schon in die Wiege gelegt.

Dieses Bild täuscht, der harmlose Engel isch a richtiger Bengel. Ich, hab  glei 3x zu Beginn die Schulen wechseln müssn. Nachdem ich meine grenzenlose Freiheit meiner wunderschönen Kindheit verloren hatte, entwickelte ich eine unheilbare Anitpathie gegenüber Lehrern und Oberlehrern. Im Zeugnis in Oidetting (Altötting - bis nach Bayern musste ich) im Franziskushaus stand dann folgende Trimestermeldung:

 

Quardian hat ganz große Fortschritte gemacht, Quardian sollte jedoch verträglicher sein (das wurde mir so ausgelegt, weil ich beim Rafen (raufen) erwischt wurde, weil ich einen kleineren Schüler, der immer wieder von einem anderen geprügelt wurde, geholfen habe) und nicht ständig den Unterricht stören. Bis Weihnachten konnte ich weder lesen und schreiben, ich war ja durch den häufigen Schulwechsel noch Analphet, wie mein Vater dann diese Lücke schloss, konnte ich binnen kürzester Zeit "Die Kleine Welt von A - Z auswendig.

 

Ja, das isch richtig, weil ich immer unterfordert war und mir war immer longweilig. Bei einem IQ von 195 - zumindest als Kind - ist man schnell unterfordert. Der IQ hat ja auch mit dem Lebensalter zu tun, der normale Tiroler wird jo erscht mit 50 Johr gscheider:-))).

 

Ich hob die Schule überhaupt nit mögn und schon damals war ich schon fürs Gschichtarl derzähln und das Kabarett verantwortlich. Meine einzige Zielscheibe waren Lehrer und Oberlehrer. Es gibt ja heute noch ganz, ganz schiache Giftzwerge unter den Lehrern.

 

Da hat es ein lebhaftes Kind mit ein bißchen Phantasie:-)) und einem sehr, sehr großen Talent zum Reden, nie schwer. Joo! Joo! Die ganz, ganz braaven Schüüüler und die ganz, ganz, ganz böösen, böösen Leehrer und die noch viel, viel böööseren Oberleeehrer:-))

 

Wia der richtige Bua von Helmut Fischer dem  "MONACO FRANZE - DER EWIGE STENZ". Gell Schboootzl, schaug holt wia i schaug :-)) Ja Spatzl, schau halt wie ich schau! :-))

Telefonieren isch mei Lieblingsbeschäftigung, meine Herzblattfrage lautet:

Mei Kuah die Miiiedl (Maria) muss ja wirklich jeden Tag gmolken werdn. Sie gibt aber viel, viel weniger Milch, wenn ihre Duttn (Euter) von zu kalten Braatzn (Hände) angriffn werdn.

Was tuasch Du, damit Deiinee Braatzn warm gnuag für mei Miiedl sann?  

 

 

Hier stell ich gerade die Frage, ob die Geschichte, die ich Euch gerade erzählt habe, wahr ist oder nur gut erfunden? Bei 3 Fingern ist sie wahr. Das sind nämlich meine 3 Schutzheiligen. Fast alles was Du bis jetzt gelesen hast, ist wahr. :-)))

 

 

 

Kimm, es wird die garantiert nit ruien :-))

Du wirst es nicht bereuen.

 

Schau oafach auf meinen Tourplan!

* Hohe Munde - ist der Hausberg der Telfer und für mich der aller, allerschönste Berg der Welt.  Ich bin am Fuße der Hohen Munde geboren. Die Hohe Munde ist der Berg meines Herzens und der von vielen Telfern (Achtung, man sagt Telfer - die Telfser sind in Telfes zuhause). Ich hatte Tanten, die leider schon alle gestorben sind, die sich keinen einzigen Tag ihres Lebens von diesem Platz (entweder in Moos oder in Sagl) wegbewegt haben und wenn sie es mußten, waren sie schwer krank. Ohne Blick auf die Hohe Munde oder von der Munde und dem Telfer Kirchturm, wären sie zugrunde gegangen. In meinem Herzen ist die Sehnsucht nach diesem Berg immer noch so groß, dass nur der das verstehen kann, der es schon gefühlt hat, was es heißt richig, ja richtig von Heimweh geplagt zu sein.

 

Wer bisher die Geduld hatte das alles zu lesen, weiß jetzt woher "Quardian von der Munde" kommt.

 

Hier stehe ich direkt vor meinem Hausberg der Hohen Munde.